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Grundlagenkurs – KI für Einsteiger*innen

Künstliche Intelligenz (KI) gehört längst nicht mehr nur in Science-Fiction-Filme. Sie ist in unserem Alltag angekommen – sei es über Sprachassistenten, automatische Übersetzungen oder Tools wie ChatGPT. In einer interaktiven Online-Fortbildung wurden Grundlagenwissen vermittelt, Begriffe geklärt und praktische Einblicke gegeben. Hier eine kompakte Zusammenfassung.


Was ist eigentlich KI?

Der Einstieg in die Fortbildung begann mit einer interaktiven Abfrage: Was assoziieren die Teilnehmenden spontan mit dem Begriff „Künstliche Intelligenz“? Die Rückmeldungen waren vielfältig – häufig genannt wurden Begriffe wie ChatGPT, Hilfe im Alltag, Chancen und Risiken sowie neuronale Netze. Diese Sammlung diente nicht nur als Stimmungsbild, sondern verdeutlichte auch, wie sehr die öffentliche Wahrnehmung derzeit von generativer KI geprägt ist. Insbesondere der Begriff ChatGPT wurde von vielen als Synonym für Künstliche Intelligenz verwendet – ein deutliches Zeichen dafür, wie stark einzelne Tools das Verständnis von KI beeinflussen. Die Übung verdeutlichte zudem, dass KI für viele Teilnehmende sowohl Faszination als auch Verunsicherung auslöst und damit einen idealen Ausgangspunkt für die weitere Auseinandersetzung bildet.


Vier Begriffe, die man kennen sollte

Hilfreich war die Einführung in vier Schlüsselbegriffe:

  • AI/KI – künstliche Intelligenz (engl. Artificial Intelligence)
  • GPT – Generative Pretrained Transformer: KI, die Inhalte erzeugt, auf Basis von zuvor Gelerntem
  • LLM – Large Language Model: das „Sprachgedächtnis“ der KI
  • Prompt – die Eingabeaufforderung, mit der man KI steuert

Diese Begriffe sind essenziell, um zu verstehen, wie KI funktioniert – und wie man sie sinnvoll nutzen kann.


Datenschutz – verständlich erklärt

Ein Highlight der Fortbildung war die verständliche und praxisnahe Einordnung datenschutzrechtlicher Fragen rund um den Einsatz von KI. Dabei wurde deutlich herausgestellt, dass Datenschutz nicht den Schutz abstrakter Informationen zum Ziel hat, sondern den Schutz der dahinterstehenden Personen.

Ein zentraler Punkt: Die Nutzung von KI-Tools wie ChatGPT ist nicht per se ein Datenschutzproblem. Erst wenn personenbezogene Daten – also Informationen, die sich direkt oder indirekt auf eine identifizierbare Person beziehen – verarbeitet werden, entsteht eine datenschutzrechtliche Relevanz.

Solange keine personenbezogenen Daten von Dritten eingegeben, analysiert oder verarbeitet werden, ist die Anwendung in der Regel unbedenklich. Das bedeutet: Wer etwa mit KI Inhalte generiert, Texte umformulieren lässt oder kreative Impulse einholt, ohne dabei reale Namen, Adressen oder ähnliche Daten zu verwenden, muss sich aus Datenschutzsicht keine Sorgen machen. Besondere Vorsicht ist jedoch geboten, wenn sensible Daten wie Gesundheitsinformationen, Finanzdaten oder religiöse Zugehörigkeit verarbeitet werden – hier greifen strengere Regeln.

Diese Differenzierung sorgte bei vielen Teilnehmenden für Klarheit: Viele Sorgen rund um KI und Datenschutz entstehen aus einem Mangel an Hintergrundwissen. Eine informierte Nutzung schafft Sicherheit und ermöglicht die sinnvolle Integration von KI in den Arbeitsalltag.


Kontext ist König: Warum gute Prompts mehr als nur Fragen sind

Ein zentraler Aha-Moment der Fortbildung war die Erkenntnis: Je klarer der Kontext, desto besser das Ergebnis.
Im sogenannten Prompt Engineering geht es nicht nur darum, was man fragt – sondern wie man fragt, für wen und in welchem Rahmen.

In einer eindrucksvollen Live-Demonstration wurde veranschaulicht, wie stark sich die Antworten von ChatGPT verändern, wenn konkrete Informationen zum gewünschten Ergebnis geliefert werden. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

  • Für welche Zielgruppe ist der Text bestimmt? (z. B. Kinder, Jugendliche, Fachpublikum, breitere Öffentlichkeit)
  • In welchem Sprachstil soll der Text formuliert sein? (z. B. sachlich, bildlich, emotional, poetisch)
  • In welcher Rolle soll die KI agieren? (z. B. als Lehrperson, Historikerin, Coach, Barde)

Diese kontextuellen Informationen ermöglichen es der KI, Ergebnisse zu liefern, die wesentlich näher an den Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer liegen. Statt vager und generischer Antworten entstehen so Texte, die in Sprache, Struktur und Tonalität auf den Anwendungsfall zugeschnitten sind.

Kontext kann dabei vieles umfassen: Zielgruppe, Format (z. B. Newsletter, Fachartikel, Rede), gewünschte Länge, inhaltlicher Fokus, gewünschte Haltung (z. B. sachlich, kritisch, motivierend) oder auch der Einsatzort (z. B. Bildung, Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation). Je konkreter diese Angaben sind, desto besser versteht die KI, worauf es ankommt.

Der Begriff Kontext wurde somit als zentrales Werkzeug erfolgreicher KI-Nutzung identifiziert. Wer seine Erwartungen klar formuliert und die Rahmenbedingungen definiert, bekommt differenzierte, hilfreiche und qualitativ hochwertige Ergebnisse – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur souveränen Anwendung generativer KI.


Bias und Wertefragen

Auch der kritische Blick kam nicht zu kurz: Diskriminierung durch KI, stereotype Bilder, gendergerechte Sprache – all das wurde thematisiert. Es wurde deutlich, wie wichtig es ist, eigene Werte durch bewusstes Prompting einzubringen, etwa durch die Nennung weiblicher Formen oder das Trainieren mit gendergerechter Sprache.


Die Fortbildung vermittelte kompakt, praxisnah und verständlich die Grundlagen zum Thema KI. Sie ermutigte dazu, selbst auszuprobieren – aber auch kritisch hinzusehen. Vor allem aber wurde klar: Nur wer präzise fragt, bekommt auch brauchbare Antworten.

🎓 Wer tiefer einsteigen möchte, findet den kostenlosen Grundlagenkurs zu ChatGPT auf dieser Seite:
👉 https://erwachsenenbildung.digital/category/chatgpt-kurs/

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